Therapie
Jedes Pferd wird für die Dauer der Behandlung von den Beschlägen genommen. Nicht die Nutzbarkeit, sondern die Heilung der Hufe steht nun im Vordergrund.
Da die Verbesserung der Hufzustände mit dem Wachstum der Hufe vonstatten geht, haben die Sehnen, Bänder, Knochen und Gelenke Zeit, sich der ändernden Situation anzupassen. Der Huforthopäde steuert mit seiner Bearbeitung die Wachstumsrichtung und den Abrieb der Hornröhrchen und leitet somit gezielt den Umbauvorgang ein.
Wie erreicht man den größten Therapieerfolg?
- kurze Bearbeitungsintervalle (4wöchentlich, eventl. anfangs kürzere Abstände)
- eventl. Mitarbeit des Pferdebesitzers (spezielle Hygiene,....)
- Erziehung/Mitarbeit des Pferdes
- anständiges Arbeitsumfeld (trockener, sauberer Bearbeitungsplatz,...)
Und natürlich spielt die Erkrankung selbst auch eine große Rolle:
Bei Erkrankungen, die schon sehr lange und intensiv vorliegen,
dauert der Heilungsprozess meist länger als bei weniger alten Leiden.
Aber trotzdem: So lange ein Huf wächst, d.h. so lange ein Pferd lebt, kann man in den meisten Fällen sehr gute Ergebnisse im Sinne des Pferdes erzielen.
Wenn die Therapie abgeschlossen ist, steht dem Pferdebesitzer offen, sein
Pferd wieder beschlagen zu lassen.
