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Andrea Neßler - Huforthopädin nach Jochen Biernat

Referenzen

Einige Beispiele aus meiner Praxis

Vorher / Nachher - wie so oft sagen auch hier Bilder mehr als viele Worte. Die Zeitspannen machen deutlich, daß Geduld angebracht ist und sich auszahlt.

(Klick auf das Bild öffnet eine Großansicht)

 

Domino, 17 Jahre, Warmblut

Hufrollenbefund

Seit 10 Jahren behandelt, ausgeprägte Lahmheit.

Nach wenigen Monaten Behandlung ist eine gravierende Verbesserung eingetreten. Noch ist er nicht reitbar, bewegt sich jedoch wieder gerne.

 
Nov. 2004 Mai 2005
   

Garry, 9 Jahre, Quarterhorse

Hornwandausbrüche

Klassische Hufbearbeitung konnte die immer wiederkehrenden Tragrandausbrüche nicht verhindern.

Durch die Behandlung konnte der Huf in eine gleichmäßigere Belastungssituation geführt werden.

 
August 2004 Juni 2005
   

Nadja, 11 Jahre, Haflinger

Schiefe Hufe und starke Fühligkeit

Nadja lief auf der Sohle.

Wiederherstellung der gleichmäßigen Lastaufnahme durch einen intakten Tragrand.

 
Sept. 2004 Februar 2005
   

Noraja, 8 Jahre, Araber

Zehenenge

Durch jahrelange Fehlbelastung und -bearbeitung so verschlimmert, daß sie mit 6 Jahren unreitbar wurde. Die Fehlstellung ist mittlerweile so weit zurückgegangen, dass sie als Freizeitpferd unter dem Sattel ist.

 
Sept. 2003 März 2005
   

Gino, Warmblut, 18 Jahre

Hornspalt

Ginos linker Vorderhuf ist durch die massive Fehlbelastung über lange Zeit regelrecht aufgeplatzt. Die Seitenaufnahme des Hufes zeigt, dass der Huf insgesamt behandelt werden muss, damit der Spalt herunter wächst. Der ganze Huf ändert die Form, die Hornröhrchen ändern ihre Richtung, sind weniger verbogen, die Trachten richten sich auf. Spalten und Risse werden meist nicht an der Entstehungsstelle behandelt. Klammern oder Ausfräsen der Spalte sind abzulehnen, da dadurch nicht die gesamte Hufsituation verbessert wird. Bei der reinen Symptombehandlung wird das Grundproblem in der Regel irgendwann wieder auftauchen.

 
Vorher Nachher
   

Bandit, Warmblut, 12 Jahre

Normale Hufe?

Bandit hat doch ganz normale Hufe, oder?
Bandit hat Hufe , welche so oder so ähnlich unter vielen Pferden als gewohntes Bild zu sehen sind. Ist es aber deshalb normal weil sich unser Auge daran gewöhnt hat? Bandit hat nicht gelahmt, dennoch hat die Besitzerin sich nicht mit den desolaten Hufzuständen ihres Pferdes zufrieden gegeben. Jede Formveränderung und Fehlbelastung am Huf sind potentielle Ursachen für Veränderungen an Sehnen, Knochen, Gelenken und Bändern.
Viele Pferde zeigen bevor sie eine klare Lahmheit entwickeln Stolpern, Gangunreinheiten, Verspannungen im Rücken usw. Nicht immer, aber sehr oft, liegen die Gründe in der Basis, dem Huf, verborgen. Je früher man den Problemen zu Leibe rückt, desto größer sind die Heilungschancen.

 
Vorher Nachher
   

Romantic, Bayerisches Warmblut, 12 Jahre

Fehlstellung

Romantics Fall zeigt, dass Fehlstellungen verbessert werden können, wenn man sich den Hufen widmet. Als Romantic mir vorgestellt wurde, waren seine Hufzustände desaströs. Er lahmte auf allen Vieren. Die Form der Vorderhufe hatte sich so verändert, dass er vorwiegend die Außenseiten der Hufe belastete. Auf den zu schräg gewordenen Innenwänden konnte er keine Last mehr aufnehmen. Er balancierte Schritt für Schritt auf den Außenwänden durch sein Pferdeleben - unreitbar!
Nach gezielter huforthopädischer Behandlung kann er seine Beine und Hufe wieder voll belasten.
Er stellt sie wieder unter seinen Körperschwerpunkt. Als Beispiel soll hier auch die Seitenaufnahme des rechten Vorderhufes dienen. Er zeigt deutlich wie er sich zu einer schnabeligen Form verändert hat. Das Krongelenk ist dadurch in großer Not. Das Nachher-Bild zeigt eine entspannte Hufsituation: kein Faltenwurf, keine Schnabelform, ein entspanntes Krongelenk...
Romantic wird wieder voll belastet und hat sich zu einem äußerst netten und arbeitswilligen Pferd entwickelt, schmerzfrei eben!

 
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Tinka, Tinkerstute, 15 Jahre

Hufrehe

Tinka wurde immer wieder von Hufreheschüben gequält. Aufgrund der Reheschübe und inadäquater Hufbehandlung haben sich ihre Hufe massiv negativ verändert. Durch die huforthopädische Behandlung hatte sich ihr Zustand zusehends verbessert, was sich durch mehr Bewegungs- und Lebensfreude äußerte. Leider kamen im vergangenen Jahr wieder Reheschübe, die die Situation für das Pferd verschlechterten. Aber warum?
Tinka hat zwei sehr engagierte Besitzerinnen, die ihr Pferd nicht aufgeben und nach den wirkliche Ursachen der Hufrehe forschen. Tinka hat das equine metabolische Syndrom (EMS) und KPU (KryptoPyrrolUrie), eine Stoffwechselerkrankung, die durch chronischen B6- und Manganmangel gekennzeichnet ist. Tinka bekommt aufgrund des EMS (vgl. Diabetes beim Menschen) kohlenhydratarme Kost, die KPU scheint man durch eine spezielle Zusatzernährung in den Griff zu bekommen. Wenn die Hufrehe auslösenden Faktoren behoben werden können, wird es auch möglich sein, die Hufe vollkommen zu rehabilitieren. Es bleibt äußerst spannend!

 
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Nobody, Warmblut, 13 Jahre

Hornwandausbrüche

Nobody kam in Behandlung, weil unter den Eisen die Hornwände ausbrachen. Die Wände wurden mit Kunsthorn aufgebaut, welches noch schneller weg brach als das Naturhorn.
Es ist ein deutliches Beispiel stellvertretend für viele Fälle, bei denen die Symptombehandlung nicht zum Ziel führte. Die Hufe hörten erst auf auszubrechen, als dem Pferd ermöglicht wurde, sie wieder als Ganzes zu nutzen, sodass Überbeanspruchungen an bestimmten Stellen weniger oder nicht mehr auftraten. Es ist beachtlich, was innerhalb von zwei Monaten huforthopädischer Behandlung für die Hufe und das Pferd erreicht werden konnte.

 
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